Unser Stammtischabend widmete sich dem „verschwundenen Dorf“ Leopoldsreut im Bayerischen Wald.Der Film zeichnete eindrucksvoll nach, wie entbehrungsreich das Leben auf rund 1.100 Metern Höhe gewesen sein muss.Besonders bewegend waren die Zeitzeugenberichte, die von meterhohem Schnee, monatelanger Isolation und bitterkalten Wintern erzählten.Historisch geht die Siedlung auf das Jahr 1618 zurück, als unter Fürstbischof Leopold V. eine Mautstation am „Goldenen Steig“ entstand. Über Generationen lebten dort Waldbauern und Waldarbeiter, trotz karger Böden und harter klimatischer Bedingungen.Mit der Abwanderung im 20. Jahrhundert verlor der Ort zunehmend seine Bewohner. 1962/63 verließen die letzten Menschen das Dorf, viele Gebäude wurden später abgetragen und die Flächen aufgeforstet. Heute erinnern nur noch die Nepomuk-Kirche und das ehemalige Schulhaus an das einstige Dorfleben.Der Filmabend machte deutlich, wie sehr Natur, Geschichte und menschliche Schicksale miteinander verwoben sind. Er hinterließ bei allen Anwesenden einen nachhaltigen und nachdenklichen Eindruck.
ehemalige Schule in Leopoldsreut - Foto Wikipedia
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